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Es gibt Wunden, die schmerzen, nicht verheilen wollen und die Lebensqualitt der Betroffenen massiv beeintrchtigen. Und es gibt Wunden, die fast nicht sprbar sind. Tatsache ist, Wunden gehren zum SPITEX-Alltag.
Operationswunden, Risse, Quetschwunden durch Unflle und Strze: Quer durch alle Generationen gilt es Wunden zu pflegen. Doch ltere Menschen leiden hufiger unter einer chronischen Wunde als junge. Das Alter spielt sicher eine wichtige Rolle. Die Haut ist im Alter nicht mehr so elastisch. Und es kann nicht mehr so schnell Ersatzgewebe gebildet werden.
Aufgabe der Wundexpertin ist es, regelmssig chronische Wunden neu zu beurteilen und die Pflegeteams oder den zustndigen Arzt bei der Wundversorgung zu beraten.
Eine ausfhrliche Dokumentation und ein Fotoapparat gehren zur Arbeitsausrstung. Sporadisch wird die Wunde von der Wundexpertin fotografisch dokumentiert. Die bildliche Darstellung ist ein gutes Instrument um den Verlauf der Wundheilung zu dokumentieren.
Gesamtheitliche Beurteilung
Karin Grnig Wundexpertin SPITEX Brglen:
Ein offenes Bein ist eine chronische Wunde. Offene Beine resultieren oft aus einer Venenproblematik. Doch muss man jeweils die ganze Krankheitskonstellation an und fr sich betrachten. Es gilt den Menschen in seiner Gesamtheit anzuschauen um den Grund fr eine schlecht heilende Wunde zu kennen. Die Ernhrung hat sicherlich grossen Einfluss auf eine offene Wunde oder die Folge von Diabetes knnen schlecht heilende Wunden sein. Auch Druckstellen sind oft Grund fr Wunden oder Druckgeschwre.
Der sogenannte Dekubitus ist eine chronische, durch stetigen Druck entstandene Wunde von unterschiedlicher Grsse. Entweder sind nur oberflchliche oder aber auch tiefere Haut- und Bindegewebsschichten bis auf den Knochen hinunter betroffen. Risikofaktoren fr einen Dekubitus sind Immobilitt durch langes Liegen oder Sitzen, Diabetes mellitus (Zuckerkrankheit) oder Durchblutungsstrungen (hufig an den Beinen). Ein Dekubitus kann auch bei feuchter Haut, zum Beispiel bei Inkontinenz oder durch Druck von Aussen, etwa durch Gipsverbnde oder andere medizinische Hilfsmittel, entstehen. Besonders gefhrdete Hautstellen sind die, welche direkt ber dem Knochen liegen, wie Fersen, Zehen, Knchel, Knie, Beckenkamm, Kreuzbein, Wirbelvorsprnge, Schulterblatt, Ellenbogen und Hinterkopf. Wenn ein Krperteil nur zwei Stunden nicht richtig durchblutet wird, ist eine Prdestinierung fr eine Wunde bereits gegeben. ltere Menschen leiden hufiger unter einem Dekubitus als junge.
Heilung als gemeinsames Ziel
Es gibt immer zuerst Rcksprachen mit dem behandelnden Arzt bei einer Wundversorgung. Der Arzt erstellt anschliessend eine Verordnung.
Der Verlauf der Krankheit und die Wundentstehung werden besprochen, nur so kann die Wundexpertin auch entsprechend behandeln. Zudem wird ein bis zweimal pro Woche das Wundprotokoll von den Pflegepersonen nachgefhrt. Und es ist ein grosser Moment wenn eine Wunde geheilt ist: Ein schnes Gefhl, gemeinsam mit dem Klienten ein Ziel erreicht zu haben.
Haben Sie Fragen zum Thema Wundbehandlung? Die Wundexpertinnen stehen Ihnen jederzeit gerne zur Verfgung.
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