Schaden für die Branche

21.02.2018

Das Zerwürfnis zwischen den Spitexorganisationen Bern und Seeland verunsichert Klienten der Spitex Bürglen. Präsident Fredy Siegenthaler stellt klar, dass die Spitex Bürglen selbständig sei und mit den Geschehnissen nichts zu tun habe.

Fredy Siegenthaler, was genau irritiert Klienten der Spitex
Bürglen rund um die Ereignisse in den Spitexorganisationen
Bern und Seeland?

Fredy Siegenthaler: Die Namensgebungen Bern und Seeland sorgen
für Missverständnisse. Unsere Klienten fragen sich, ob sie zu einer der beiden Spitex-Organisationen gehören oder nicht. Allgemein bekannt ist nur die Bezeichnung Spitex. Viele wissen
nicht, dass es zahlreiche verschiedene Spitex-Organisationen gibt.

Welche gibt es im Kanton Bern?
Insgesamt49 öffentliche, eine davon ist die Spitex Bürglen, dazu
kommennoch private. Die Spitex Bern deckt das Versorgungsgebiet
Bern ab, die Spitex Seeland hat ihr Einzugsgebiet vorwiegend im
südlichen Seeland, während die Spitex Bürglen in den Gemeinden
Worben, Studen, Aegerten, Merzligen, Jens, Brügg und
Schwadernau tätig ist.

Gibt es unter den Organisationen eine Zusammenarbeit?
Nein, normalerweise nicht. Eine gemeinsame Leitung wie bei Spitex Seeland und Spitex Bern ist höchst unüblich. Ausser der gemeinsamen Mitgliedschaft bei der Dachorganisation Spitexverband des Kantons Bern sind die Spitexorganisationen voneinander unabhängig.

Befürchten Sie einen Imageschaden für die Spitex durch den Aufruhr?
Ja. Die Spitex hat bei der Bevölkerung bisher einen guten Rückhalt. Ich hoffe deshalb, dass die beiden Organisationen ihre Probleme so schnell wie möglich lösen. Dies im Interesse der ganzenBranche. 

Interview: Brigitte Jeckelmann
Bieler Tagblatt Freitag, 23.02.2018

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