SPARPAKET

SPITEX-KLIENTEN WÜRDE ES HART TREFFEN
Mit dem geplanten Sparpaket will der Kanton vor allem in der Gesundheit sparen – insbesondere bei der öffentlichen Spitex.

Mit dem geplanten Sparpaket will der Kanton vor allem in der Gesundheit sparen – insbesondere bei der öffentlichen Spitex. Mit Unverständnis hat auch Marianne Hubschmid, Geschäftsleiterin von SPITEX Bürglen, reagiert: «Wir müssen alles daran setzen, diese Sparmassnahmen zu verhindern. Viele unserer Klienten könnten sich die Pflege zu Hause nicht mehr leisten».
Auch Jürg Schläfli, Geschäftsführer des Spitex Verbandes Kanton Bern spricht Klartext «Die Sparmassnahmen stehen in krassem Widerspruch zum Bekenntnis des Grossen Rates «ambulant vor stationär. Der Spitex-Verband hat deshalb eine Task Force gegründet, um die Sparpläne zu bekämpfen.»

Herr Schläfli, wo will der Kanton bei der SPITEX sparen?
Die 50 Organisationen der öffentlichen Spitex im Kanton Bern sind verpflichtet, die ambulante Versorgung sicher zu stellen. Die Mehrheit der Einsätze ist nicht kostendeckend, weil die Wege weit und die Einsatzzeiten kurz sind. Für die Sicherstellung dieser Versorgung erhält sie vom Kanton eine Grundvergütung. Diese will der Regierungsrat von 16 Millionen Franken auf 8 Millionen Franken jährlich halbieren. Wie eine Studie der Firma Polynomics zeigt, reichen die 16 Millionen bereits heute nicht aus, um diese ungedeckten Kosten zu finanzieren. Die Auswirkungen auf die Versorgung wären dramatisch.

Was würde das für die SPITEX bedeuten?
Viele SPITEX-Organisationen würden durch die geplanten Einsparungsmassnahmen defizitär. Die Leistungen der SPITEX müssten kurz- und mittelfristig abgebaut werden. 

Wie würden die Klienten zur Kasse gebeten?
Die Klienten müssten aufgrund der vom Kanton zusätzlich geplanten Patientenbeteiligung deutlich mehr bezahlen – wir gehen von einem Vierfachen der Kosten aus.

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